Support » Plugin: WP DSGVO Tools (GDPR) » Mangelhafte Umsetzung

  • Die UI des Popups ist schlecht. Knapp 80% Rückgang der Cookie-Bestätigungen bei uns. Analytics-Werte dadurch wertlos geworden. Ohne tiefgehende CSS-Anpassungen ist das Plugin ein klarer Fehlgriff.
    Dokumentation zum Plugin quasi nicht vorhanden. In den Backend-Einstellung zum Plugin ist das Dialogfeld zur Datenabfrage falsch platziert und aktuell ohne Funktion: Ein sehr grober Fehler. Die Grammatik des Plugins zum Frontend ist mangelhaft und leider nicht anpassbar. Angebliche Integrationen mit anderen Plugins sind unbefriedigend umgesetzt – so ist z.B. Gravity Forms nicht mit der angeblich automatischen Datenlöschung des Plugins verbunden. Der Code für Google-Analytics entsprach nicht der aktuellen Version, die Google in seinem Analyse-Werkzeug zeigte. Die Aktivierung der Checkboxen für verschiedene Dritt-Plugins löst in der Regel keine Änderung des Textes in der automatischen Datenschutzerklärung aus, was mindestens grenzwertig ist.

    Positiv ist der Support zu bewerten. Es wird schnell geantwortet, das Ticketsystem ist sehr transparent. Ist das Plugin des Preis wert? Wir würden sagen: Nein.

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  • Plugin Author peterharlander

    (@peterharlander)

    Zum Userinterface:
    Unser Userinterface erfüllt alle bisher publizierten Anforderungen der deutschen und österreichischen Datenschutzbehörden. Ja, das führt zweifellos zu einem Rückgang der Bestätigungen.
    Am schwersten wirkt sich die Button-Lösung aus. Die Datenschutzbehörden verlangen gleichwertige Ablehnen- und Akzeptieren-Buttons. Also gleich groß, gleich gut sichtbar, gleich auffällig farblich hervorgehoben. Sobald hier wahrnehmungspsychologische Nudging-Technologien eingesetzt werden, um den User zu einer bestimmten Handlung (Akzeptieren) zu lenken, ist die Freiwilligkeit der Einwilligung des Users beeinträchtigt und die Einwilligung rechtlich unwirksam.
    Daher ja, andere Lösungen mit fettem grünen Akzeptieren-Button und einem klitzekleinen grauen Speichern-Link erzielen scheinbar höhere Einwilligungsraten. Allerdings ist die Einwilligung dann rechtsunwirksam. Da kann man aufs Cookie-Popup gleich verzichten, dann hat man rechtlich auch keine Einwilligung, aber 100 % Ausführungsrate bei den Tools.

    DAHER: Wer die Vorgaben der Datenschutzbehörden ignorieren will, um seine Convertion zu steigern, muss tatsächlich ein anderes Tool einsetzen. Damit ist aber auch klar, dass man im Fall einer Beschwerde bei der Datenschutzbehörde erstinstanzlich sicher schlecht aussteigt. Natürlich kann man das dann bis zum EuGH durchkämpfen, um die Rechtsansicht der Datenschutzbehörden zu überprüfen. Aber dazu haben die meisten unserer User, in der Regel Kleinunternehmer, weder Zeit, noch Lust, noch das Budget.
    Wer unser Tool wählt, wählt ein Tool, das auf die Vorgaben der Datenschutzbehörden abgestimmt sind (und ja, die Vorgaben sind aus Sicht von Marketingprofis oft mit massiven Rückschritten verbunden).

    Zu “Analytics-Werte dadurch wertlos geworden”
    Ja. Google Analytics Werte werden wertlos. Das ist kein Spezialproblem unserer Lösung. Google Analytics ist nach der korrekten Ansicht der Datenschutzbehörde einwilligungspflichtig. Egal welches Tool, man erhält nur noch einen Teil der User.
    Daher sollte man zumindest zusätzlich Matomo oder Piwik Pro verwenden, um halbwegs vollständige Analysedaten zu erhalten. Aber auch da gibt es Probleme in Form von neuen Browserversionen, die Analysetools generell blocken. Manche Websitebetreiber laden daher schon wieder ihre Serverlogfiles in die Analysesoftware, um vollständige Daten zu erhalten.

    Bis hierhin sind die Aussagen der Bewertung daher korrekt, aber als Kritik unberechtigt. Wer mit den aktuellen datenschutzrechtlichen Vorgaben und den Folgen einer korrekten Umsetzung nicht einverstanden ist, soll bitte den Gesetzgeber schimpfen. 🙂

    Zur Integration mit anderen Plugins:
    Datenabfrage, Gravity stehen auf unserer To-do-Liste. Ja, hier gibt es Nachholbedarf. Bzw. ist hier einiges in den WordPress Core gewandert, sodass sich die Farge stellt, ob wir das nicht einfach weglassen sollten. Input dazu ist willkommen.

    Zu den Checkboxen:
    Was meinst Du bitte genau mit “Die Aktivierung der Checkboxen für verschiedene Dritt-Plugins löst in der Regel keine Änderung des Textes in der automatischen Datenschutzerklärung aus”?

    LG Peter

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