Support » Plugin: Stringintelligenz » Extrem einseitig :(

  • Eure Lesestoff-Zusammenstellung ist aber extremst einseitig.
    Wenn Grundsatzdiskussionen nicht erwünscht sind, ist ja damit auch keine grundsätzliche Kritik erwünscht?!

    Damit soll also allen Nutzern, die hier den Download ziehen, künftig diese Art von Gender-Gaga untergejubelt werden? Wirklich arm. Selbst, wenn es hier in einer, laut Eigendarstellung, “intelligenten” Form geschieht. – Was auch immer das bedeuten mag. – Für mich bedeutet das lediglich, dass es etwas mehr “hintenrum” geschieht, damit es möglichst keinen großen Aufschrei gibt. Die Medizin wird mit einem Löffel Honig verabreicht, damit sie besser schmecken soll.

    Eine seltsame und traurige Form von Zwangsbeglückung ist das neuerdings.

    WordPress soll frei von solchen ideologischen, politischen Sachen bleiben. Eine ideologiefreie, hochwertige deutsche Übersetzung wird gebraucht, kein Genderzeugs durch die Hintertür.

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  • Es ist also nicht ideologisch, wenn man nur die männliche Form erlaubt? Oder ist das eher unpolitisch?

    M.E. sind es immer die Ideologen, die anderen “Ideologie” vorwerfen.

    Dass …*innen nicht unbedingt schön zu lesen ist, sehe ich allerdings. Es gibt manchmal Alternativen wie Studierende, Lernende oder Lehrende. Am angenehmsten fände ich eine ausgewogene Verwendung von männlichen und weiblichen Formen. Also mal Administrator und mal Administratorin schreiben. Aber das ist vermutlich per Plug-in nicht zu machen.

    Warum “erlaubt”?

    Und leider ja: es geht um Ideologie, denn nichts anderes ist “Gender Mainstreaming” (GM).
    Und: ich glaube, dass wir als Menschen, alle in irgendeiner Form “ideologisch” bzw. auch “politisch” sind. Das ist doch ganz normal; wir alle haben ein bestimmtes Weltbild.

    Nur, warum sollen diese “Individualismen” (Weltbilder, Ideologien etc.) plötzlich im WordPress-Dashboard der DE-Edition erscheinen, ausgetragen werden usw.? Und warum soll dies – ungefragt – der weltweiten, deutsch sprechenden Nutzerschaft serviert werden, und zwar in der standardmäßig angebotenen Download-Version? Genau das ist doch die Frage, bzw. das eigentliche Problem hier.

    Noch ist es ja ein sogen. “Feature-Plugin”, aber mit klarem Ziel und klarer Roadmap. Da braucht man keine Zweifel zu haben.

    Mit welcher Ernsthaftigkeit so fast “nebenbei” versucht wird, die GM-Ideologie in die WordPress-Sprachdatei reinzudrücken, ist befremdlich. Offensichtlich ist die Anzahl deutschsprechender WordPress-Nutzer so groß bzw. verlockend, dass diese vermutlich bald zwangsbeglückt werden. Ob sie wollen oder nicht.

    Der weitaus bessere Weg ist doch der:
    Dieses Plugin hier ganz einfach ein Plugin bleiben lassen. Nicht mehr, nicht weniger. Die Projektziele sind ganz klar Plugin-Territorium, wie es so schön heißt. Wer das will, nutzt dieses Plugin hier. Punkt aus fertig.

    Aber als offizieller Download sollen doch bitte die ungegenderten, bisherigen Sprachdateien das “WordPress-Allgemeingut” BLEIBEN. Nicht mehr und nicht weniger.
    Diese entsprechen dem gängigen Sprachgefühl und der Kulturtradition.

    Ich will keine Software in Standardauslieferung, welche die Genderideologie aufzwingt und mich als Anwender zwingt eine eigene Lösung zu verwenden.

    Volle Zustimmung @daveshine – David Decker.

    Soll ein Plug-in bleiben, also eine Option, gerne auch als eine neue zusätzliche! Sprache in Polyglots. Man sollte niemandem etwas aufzweingen, war er/sie nicht will.

    WordPress ist ein Content Management System, nicht mehr und nicht weniger.

    Das Plug-in ist der Türöffner, dem würden alle anderen Übersetzungen zwangsläufig folgen (müssen), da – wenn im Core, dann – WordPress-Deutsch-amtlich. Und schwupps hat man “die/der, sie/er, *in, usw., usf.” überall stehen, inklusive aller sprachlichen Verrenkungen.

    Ich bin mir sicher, das würde WordPress-User vergraulen.

    Plugin Author Caspar Hübinger

    (@glueckpress)

    Hi David,

    du hast recht, unsere Lesestoff-Zusammenstellung ist einseitig.

    Das wäre ein Problem, wenn sie dazu dienen sollte, über den allgemeinen Stand der Gender-Diskussion zu formulieren. Soll sie aber gar nicht. Sie soll Hintergründe eines „Für“ liefern in der Annahme, dass die Hintergründe jeden „Widers“ den Kritikern und Kritikerinnen selbst bereits bekannt sein dürften.

    Oder anders gesagt: Das Interesse dieses Projekts besteht nicht darin, WordPress zu politisieren, sondern ein Accessibility-Problem zu lösen, das in der Einseitigkeit der verwendeten Sprache im UI besteht.

    Diese Einseitigkeit näher zu beleuchten, ist der Sinn der Quellen-Sammlung.

    Dass ihr keine Grundsatzdiskussionen wünscht, ist verständlich. Du setzt aber voraus, dass die Leute sich bereits alle mit dem Gender-Mainstreaming auseinander gesetzt haben. Du lässt kein negatives Licht darauf fallen (einseitige Infos). Hier einmal eine neutrale Sammlung Pro und Kontra.

    Das Plug-in ist von partikulären sexistischen Interessen geprägt und durch eine Aufnahme in den Core würde WordPress zwangläufig politisiert.

    Das Interesse dieses Projekts besteht nicht darin, WordPress zu politisieren, sondern ein Accessibility-Problem zu lösen, das in der Einseitigkeit der verwendeten Sprache im UI besteht.

    Seit wann ist gender ein accessibility Problem?

    Was spricht denn gegen die rein optionale Verwendung, als Plug-in oder als zusätzliche Sprachdatei? Dagegen hat sicher NIEMAND etwas.

    In den Core, weil? -> das Pro-Gender-“Lager” der Meinung ist? Was ist mit dem Kontra-Gender-“Lager”, gehören die nicht zu den WordPress-Usern?

    Damit soll also allen Nutzern, die hier den Download ziehen, künftig diese Art von Gender-Gaga untergejubelt werden? Wirklich arm.

    Es ist ein Feature-Projekt, also ein Vorschlag. Du kannst anderer Meinung sein, aber wenn bereits im zweiten Absatz abwertende Worte wie “Gaga” und “arm”, “untergejubelt” gewählt werden, disqualifizierst du dich nur für eine weitere ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Eine Keynote auf einem WordCamp kann auch wohl kaum als “hintenrum” bezeichnet werden.

    Und leider ja: es geht um Ideologie, denn nichts anderes ist “Gender Mainstreaming” (GM).

    Ein erklärtes Ziel der Europäischen Union (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gender-Mainstreaming) als Ideologie zu benennen ist auch ein starkes Stück. Wobei der Begriff ja auch viel weiter geht als nur die Sprache anzupassen.

    Noch ist es ja ein sogen. “Feature-Plugin”, aber mit klarem Ziel und klarer Roadmap. Da braucht man keine Zweifel zu haben.

    Wieso auch Zweifel. Ein Feature-Projekt zielt immer auf den Merge mit dem Core. Caspar hat das Ziel ja auch klar definiert und offen kommuniziert.

    Das Plug-in ist der Türöffner, dem würden alle anderen Übersetzungen zwangsläufig folgen (müssen), da – wenn im Core, dann – WordPress-Deutsch-amtlich. Und schwupps hat man “die/der, sie/er, *in, usw., usf.” überall stehen, inklusive aller sprachlichen Verrenkungen.

    Genau das zu testen ist doch Sinn des Plugins. So schlimm sind die Verrenkungen nämlich gar nicht. Nur ungewohnt.

    Ich bin mir sicher, das würde WordPress-User vergraulen.

    Das ist eine Behauptung ohne Beleg. Die Reaktion auf die Keynote war durchweg positiv. Zumindest ist mir nichts Gegenteiliges bisher bekannt. Insofern ist das höchst fragwürdig, ob wir damit wirklich User vergraulen. Zumal jeder einfach seine Sprachdatei anpassen kann.

    Hier einmal eine neutrale Sammlung Pro und Kontra.

    Inwiefern ist diese Sammlung neutral? Und wo wird da genau Pro & Kontra diskutiert? Insbesondere zu der Sprachthematik habe ich da nichts gefunden.

    Das Plug-in ist von partikulären sexistischen Interessen geprägt und durch eine Aufnahme in den Core würde WordPress zwangläufig politisiert.

    Belege? Argumente? Kannst du das näher erklären, was du damit meinst?

    Beste Grüße
    Torsten

    Ein erklärtes Ziel der Europäischen Union (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gender-Mainstreaming) als Ideologie zu benennen ist auch ein starkes Stück. Wobei der Begriff ja auch viel weiter geht als nur die Sprache anzupasse

    Ich finde dort nichts zur Sprachthematik. Aus dem Text: “Die Umsetzung des konzeptionell eher schwachen Instruments des Gender-Mainstreaming bleibt aber trotz seiner Festschreibung in der EU-Politik weiterhin nationale Aufgabe, so dass die Implementierung von Gender-Mainstreaming international erhebliche Unterschiede aufzeigt.” und nicht unerheblich auch Die Schwierigkeiten bei der UmsetzungEs wird erwartet, dass die konsequente Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Gedankens in Europa noch einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird, da die Integration des Gleichstellungsziels in ganz normale Arbeitsroutinen anspruchsvoll sei“. Und da soll WordPress jetzt mit eigener Regulierung (Gender*Sternchen) die Richtung vorgeben?

    Das ist eine Behauptung ohne Beleg. Die Reaktion auf die Keynote war durchweg positiv. Zumindest ist mir nichts Gegenteiliges bisher bekannt. Insofern ist das höchst fragwürdig, ob wir damit wirklich User vergraulen. Zumal jeder einfach seine Sprachdatei anpassen kann.

    Nicht jede/r traut sich, auf Konfrontationskurs zu gehen und öffentlich etwas dagegen zu sagen oder zu schreiben. Mir ist auch bewusst, dass mich das hier nicht gerade beliebt machen wird. “Sprachdatei ganz leicht anpassen”? Wie denn, bei Kundenprojekten und Sprachdateien die täglich von Polyglots aktualisiert werden?

    weiterer Überarbeitungen, sollen die alternativen Sprachlösungen ab WordPress 4.7 als Teil der offiziellen deutschsprachigen Version ausgeliefert werden.

    Hoffentlich auch nur eine Behauptung ohne Beleg.

    Inwiefern ist diese Sammlung neutral? Und wo wird da genau Pro & Kontra diskutiert? Insbesondere zu der Sprachthematik habe ich da nichts gefunden.

    Weil das Für und Wider des Gendermainstreamings verlinkt ist. Speziell zur Sprachthematik kann ich gerne noch ergooglen, findest sich Haufenweise.

    Belege? Argumente? Kannst du das näher erklären, was du damit meinst?

    Habe ich doch schon erklärt. Dass es politisch ist, steht sogar in dem von dir verlinkten Wiki-Artikel der EU. Partikulär muss ich jetzt nicht erklären, oder? Es gibt mindestens genauso viele gegenteilige Ansichten, was soll ich da beweisen? Aufnahme in den Core würde bedeuten, sich über genau diese Masse an WordPress-Benutzern hinweg zu entscheiden.

    Nochmal die Frage: Wieson nicht optional als Plug-in oder eigene zusätzliche Sprachdatei?

    Und da soll WordPress jetzt mit eigener Regulierung (Gender*Sternchen) die Richtung vorgeben?

    Warum nicht? Viele Unis machen es auch. Mit unterschiedlichen Ansätzen:
    http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/genderkompetenz/sprache/index.html
    http://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/phi/Dokumente/Gunnarsson/do-gleichstellung-sprache-leitfaden-uni-potsdam.pdf
    https://www.uni-goettingen.de/de/113200.html
    http://www.fu-berlin.de/sites/frauenbeauftragte/aktivitaeten/Geschlechtergerechte-Sprache/index.html
    https://www.hs-bremen.de/internet/hsb/struktur/gleichstellungsstelle/orientierungshilfefuergendergerechtesprache_final_lakof.pdf
    https://www.uni-frankfurt.de/40811975/geschlechtergerechte-sprache
    http://www.uni-passau.de/universitaet/leitung-und-gremien/gleichstellungsbeauftragte/geschlechtergerechte-sprache/

    Wie denn, bei Kundenprojekten und Sprachdateien die täglich von Polyglots aktualisiert werden?

    Eigene Sprachdatei und Deaktivierung der automatischen Übersetzungsaktualisierung per Filter (eine Zeile Code).

    weiterer Überarbeitungen, sollen die alternativen Sprachlösungen ab WordPress 4.7 als Teil der offiziellen deutschsprachigen Version ausgeliefert werden.

    Hoffentlich auch nur eine Behauptung ohne Beleg.

    Das ist das Ziel dieses Plugins, daher keine Behauptung, sondern ein Fakt. Nur weil es *geplant* ist, heißt es nicht, dass dies auch passiert. Daher gibt es ja dieses Plugin. Zum Testen der neuen Übersetzungen.

    partikulären sexistischen Interessen

    Dann verdeutliche ich meine Frage nochmal: Wer hat denn konkret Partikularinteressen? Und welche? Inwiefern sind diese “sexistisch” (Siehe Definition von Seximus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus)? Und selbst wenn dies ein Politikum wäre (was ich nicht finde), warum wäre das falsch?

    Nochmal die Frage: Wieson nicht optional als Plug-in oder eigene zusätzliche Sprachdatei?

    Zum einen IST das ja hier die optionale Plugin-Lösung von der ihr die ganze Zeit redet und zum anderen ist das Ziel von Caspar ja nun erklärterweise der Einzug in die offizielle Sprachdatei. Du bist anderer Meinung und diskutierst hier im Forum – genau das war Sinn dieses Plugins. Damit wir hier einen Ort zum Diskutieren und ein Plugin zum Testen haben, ohne die offizielle Sprachdatei anzurühren.

    Warum es kein eigene Sprachdatei gibt? Auch das hat Caspar versucht, aber aus Gründen des erhöhten Wartungsaufwand wurde das meines Erachtens verworfen (dann gäbe es neben default und formal noch eine dritte Variante die wir konsistent halten müssten). Stattdessen wurde ihm vorgeschlagen den Weg eines Feature-Plugins/Projekts zu gehen.

    Ich sehe hier viele Behauptungen und Vorurteile, aber wenig Argumente. Die Gründe hat Caspar doch deutlich beschrieben. Und das einzige sachliche Argument was ich bisher gelesen habe, war die Angst vor sprachlichen Verrenkungen. Ein Blick in das Plugin zeigt aber, dass die einzige “Verrenkung” an einer einzigen Stelle stattfindet. Bei den Benutzerrollen stattfindet. Und die Vorschläge aus dem anderen Thread sind für mich eine deutlich schlimmere Tat an der deutschen Sprache als ein Gender-Star, ein Gender-Gap oder ein Binnen-I.

    Gruß, Torsten

    Unis sind öffentliche Institutionen. Öffentliche Ämter etc. haben einen Gleichstellungsauftrag, so dürfen Stellenausschreibungen nur geschlechtsneutral formuliert sein.

    Warum nicht? Viele Unis machen es auch. Mit unterschiedlichen Ansätzen:

    WordPress ist keine Uni und auch kein kein öffentliches Amt. Sondern sollte neutral die Interessen der Allgemeinheit wahrnehmen. Und die dürfte vor allem den Fokus auf Einhaltung der Rechtschreibregeln (amtliches Regelwerk) und guter Lesbarkeit haben.

    Eigene Sprachdatei und Deaktivierung der automatischen Übersetzungsaktualisierung per Filter (eine Zeile Code).

    Die gefühlte Anti-Gender-Hälfte schreibt dann (Jeder für sich) eine eigene Sprachdatei? Und wie erreicht diese die Kunden?

    sollen die alternativen Sprachlösungen ab WordPress 4.7 als Teil der offiziellen deutschsprachigen Version ausgeliefert werden.

    Sollen klingt nicht wie ein Konjunktiv, aber okay, wenn es anders gemeint war …

    Was für Behauptungen und Vorurteile?

    Wenn das nicht als eigene Sprachdatei möglich ist, ein Plug-in ist definitiv möglich – existiert bereits. Wieso also in die offizelle Sprachdatei und nicht als Option – darauf hast du leider keine Antwort gegeben. Was ist mit der geschätzten anderen Hälfte, der Anti-Gender WordPress-Community? Oder denjenigen, die keine Gender*Sternchen, etc. haben wollen (wozu ich zähle = keine *)?

    Partikulär bedeutet: par|ti|ku|lar, par|ti|ku|lär (einen Teil betreffend, einzeln)
    Sexistisch: den Link/ die Erklärung hast du selbst geliefert.

    Welche anderen Gründe gibt es denn stattdessen, wenn nicht Gender?

    WordPress ist keine Uni und auch kein kein öffentliches Amt. Sondern sollte neutral die Interessen der Allgemeinheit wahrnehmen. Und die dürfte vor allem den Fokus auf Einhaltung der Rechtschreibregeln (amtliches Regelwerk) und guter Lesbarkeit haben.

    Um die Interessen der Allgemeinheit geht es hier ja gerade. Und wir haben uns auch schon an anderer Stelle gegen die offizielle Schreibweise gestellt (z.B. Plugins statt Plug-Ins).

    Die gefühlte Anti-Gender-Hälfte schreibt dann (Jeder für sich) eine eigene Sprachdatei? Und wie erreicht diese die Kunden?

    Die “gefühlte Hälfte” sind aktuell 3 Menschen.

    Partikulär bedeutet: par|ti|ku|lar, par|ti|ku|lär (einen Teil betreffend, einzeln)
    Sexistisch: den Link/ die Erklärung hast du selbst geliefert.

    Ich kenne die Bedeutung der Wörter, aber du weigerst dich beharrlich zu erklären, was du damit konkret meinst, inwiefern es sexistisch ist und welche Interessen damit verfolgt werden. Das Verhindern einer ungerechten Sprache, die Frauen nur “mitmeint” ist für dich ein Geschlechterdiskriminierendes Verhalten einer einzelnen Gruppe? Da komme ich einfach nicht mit.

    Aber die Botschaft ist angekommen. Du möchtest diese Form der Sprache nicht. Spannender fände ich jedoch, ob das eine Meinung ist und bleibt, oder ob es dafür konkrete, belegbare Gründe gibt. Denn nur dann, kann ich das in meine Entscheidung einbeziehen. Siehst du Probleme mit anderen Gruppen (Transsexuelle, …) oder mit der Barrierefreiheit? DAS wären spannende Einwürfe zum Sachthema.

    Entfernen wir doch bitte die Emotion aus dem Thread. Ich habe keine Lust auf ellenlange Grabenkämpfe, um Intentionen, Ideologien, etc. – am Ende handelt es sich um einen Vorschlag, der sachlich abgewogen/diskutiert und dann entschieden wird. Und die Entscheidung ist nicht schon lange entschieden. Auch wenn du das für ein besseres Feindbild gerne glauben möchtest.

    Ich finde es schon interessant, wie hier argumentiert wird. Keine Grundsatzdiskussionen erwünscht, keine Argumente gegen Gender-Mainstreaming, bzw. Gender-Sprache. Ja, wie soll man denn sonst seine Bedenken äußern? Da bleibt nichts mehr übrig, außer den Inhalt des Plug-ins zu besprechen, dagegen sein geht aber nicht.

    Schreibe ich “Ich bin mir sicher, dass WordPress User dadurch vergrault werden”, wird das als Behauptung hingestellt.

    Alles andere hingegen als emotionale “Meinung”.

    Es ist die Rede von einer Mehrheit, die sich nur mitgemeint fühlt. Wo sind die Belege für diese Mehrheit? Ich bin eine Frau und habe keine Probleme mit der deutschen Sprache in der jetzigen Form, mich auch noch die dadurch benachteiligt gefühlt. Auch in meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es kaum jemanden, der/die für eine Gender-Sprache wäre. In meinem ganz nahen Umfeld ist eine Transsexuelle, die ich absolut so nehme und gern habe, wie sie ist. Sie findet Gendersternchen gut, aber nicht essentiell.

    Auf die wiederholte Frage, was mit den MINDESTENS (<- subjektiv) genau so vielen Leuten ist, die gegen eine Gendersprache sind, wird nicht geantwortet. Die werden übergangen.

    Das einzige was kommt ist

    Die “gefühlte Hälfte” sind aktuell 3 Menschen.

    Übrigens: Immerhin noch mehr, als die Menschen, die hier proaktiv sind. Dieser Frage wird überhaupt nicht nachgegangen, was mit diesen Leuten ist. Das ist Ignoranz.

    Wer die Gendersprache unterstützt, unterstützt damit gleichzeitig das gesamte Gender-Mainstreaming – das ist nicht zu trennen. Und wer einmal nach “Gender Sexualerziehung im Kindergarten” googled, wird vielleicht nicht mehr so begeistert von dieser Strömung sein. Aber ist Grundsatzdiskussion, gehört hier nicht hin.

    Genauso wenig, wie die Sprachwissenschaftliche Abhandlung über den Genus, inklusive der Widerlegung, dass eine andere Sprache zwangsläufig Vorteile für das weibliche Geschlecht bringt, zu finden dort->
    http://www.belleslettres.eu/artikel/genus-gendersprech.php Aber ist Grundsatzdiskussion …

    “Um die Interessen der Allgemeinheit geht es hier ja gerade.” Ich fände es ebenfalls spannend, zu erfahren, ob es konkrete belegbare Beweise für diese Allgemeinheit gibt, bislang sind das reine Behauptungen.

    Und die Entscheidung ist nicht schon lange entschieden.

    Die GTEs sollen entscheiden. Die meisten sind Pro-Gender-sensitiv. Wie wird dann wohl so eine Entscheidung von 6 bis 7 Leuten ausfallen? Das ganze Plug-in Stringintelligenz wurde nicht im Vorfeld mit der Community diskutiert, sondern als nahezu fertiges Produkt auf dem WCF präsentiert (Nur 37 % aller Unterhaltungen sind im WordPress-Slack-Channel übrigens öffentlich). Es wird jetzt in Windeseile durchgeprescht -> am 15. November soll es in den Core.

    So eine Entscheidung betrifft aber nicht nur 6 bis 7 Leute, die bisher dafür zuständig waren, grammatikalisch und orthografisch korrekte Strings freizuschalten. Und das legimitiert sie meiner Meinung nach auch nicht dazu, eine solch brisante politische Entscheidung zu treffen.

    Das betrifft alle WordPress-User, die eine deutsche Sprachdatei nutzen. Die werden nicht gefragt, warum nicht? Angst, dass sie dagegen sein könnten? Und nun bitte nicht wieder das WordCamp als Beleg anführen. Vielleicht dachten die Leute auch einfach nur, das klingt nach ferner Zukunft. Wo sind die denn jetzt hier, diese Leute, die dafür sind? Ich habe bereits mit einigen gechattet, die auf dem WCFRA waren und dagegen sind. Warum die sich nicht offiziell hier äußern? Weiß ich nicht, eine/r schrieb – keine Zeit, eine*r andere*r “erst mal abwarten, Sternchen sollen ja gerade nicht integriert werden”.

    Wenn ich richtig überschlagen habe, sind derzeit über 60 Sternchen im Plug-in. Eine andere Lösung existiert nicht, als Behelfszeichen (Gender-Sternchen, -Gap, binnenInnen etc.) oder Dopplungen (Benutzer und Benutzerinnen), das ist Fakt.

    Ich kenne die Bedeutung der Wörter, aber du weigerst dich beharrlich zu erklären, was du damit konkret meinst, inwiefern es sexistisch ist und welche Interessen damit verfolgt werden.

    Ich weigere mich überhaupt nicht, aus Wikipedia -> Seximus
    “In der soziologischen Forschung wird der strukturelle Aspekt des Sexismus betont (siehe auch Strukturfunktionalismus, sozialer Status). Hier heißt es, Sexismus sei kulturell bedingt, institutionell verankert und individuell verinnerlicht. Es sei ein weitergetragenes Denken, Glauben, Meinen und ein Handeln als gesellschaftliche Praxis, welches Männer privilegiere und Frauen unterwerfe. Hierdurch werde das Tun von Frauen abgewertet und Frauen (und Männer) würden auf bestimmte Rollen festgeschrieben.” Und genau das soll mit der Gendersprache geändert werden, oder irre ich mich da?
    “Welche Interessen?” -> Ziel ist Core-Übersetzung, nächstes Ziel dann alle WordPress-Übersetzungen, Plug-ins, Themes.

    Und genau an dieser Stelle hinkt schon dein Argument, jeder könne ja sein eigenes Sprachplugin oder -datei schreiben. Wenn – was die logische Folge nach Aufnahme in den Core wäre – alle Plug-ins und Themes gegendert werden, wird eine eigene Lösung nicht mehr realisierbar sein, schließlich müssen die auch alle ständig aktualisert/angepasst werden.

    WordPress hat nichts mit gesellschaftlicher Meinungsbildung zu tun. Es ist ein CMS.

    Da bleibt nichts mehr übrig, außer den Inhalt des Plug-ins zu besprechen, dagegen sein geht aber nicht.

    Um den Inhalt des Plugins geht es hier ja auch. Und natürlich kannst du dagegen sein. Bist du doch und vertrittst deine Position. Ich versuche nur dein Argument zu finden.

    Schreibe ich “Ich bin mir sicher, dass WordPress User dadurch vergrault werden”, wird das als Behauptung hingestellt.

    Es ist auch nur eine Behauptung. Genauso wie es eine Behauptung ist, dass die Mehrheit eine andere Sprache möchte und sich durch die aktuelle benachteiligt fühlt. Für beides existieren im WordPress-Umfeld keine tragfähigen Erhebungen. Es geht also darum für das eine oder andere möglichst objektive Begründungen und/oder tragbare alternative Untersuchungen zu finden.

    Wo sind die Belege für diese Mehrheit?

    Spannende Frage. Siehe oben. Ich denke, keiner von euch hat eine Antwort. Ist eine Mehrheit überhaupt notwendig? Es gibt auch einen Minderheitenschutz. So gibt es z.B. Screenreader-Texte, obwohl die Mehrheit sie gar nicht braucht. Wenn sich also andere von der Sprache diskriminiert fühlen, wäre das dann nicht Grund genug die Änderungen vorzunehmen?

    Wer die Gendersprache unterstützt, unterstützt damit gleichzeitig das gesamte Gender-Mainstreaming – das ist nicht zu trennen.

    Du verweist auf etwas, was mir Angst machen soll, aber 1. ist die Kausalkette nicht zwingend und 2. nennst du nicht konkret, was genau jetzt Problematisches bei der Google-Suche gefunden werden kann. Ich versuche wiederholt das Argument zu finden, lande aber immer nur bei Allgemeinplätzen.

    Dieser Frage wird überhaupt nicht nachgegangen, was mit diesen Leuten ist. Das ist Ignoranz.

    Ich beschäftige mich doch hier ausführlich mit dir und deinem Anliegen. Inwiefern passt das zu Ignoranz?

    Die GTEs sollen entscheiden. Die meisten sind Pro-Gender-sensitiv. Wie wird dann wohl so eine Entscheidung von 6 bis 7 Leuten ausfallen? Das ganze Plug-in Stringintelligenz wurde nicht im Vorfeld mit der Community diskutiert, sondern als nahezu fertiges Produkt auf dem WCF präsentiert (Nur 37 % aller Unterhaltungen sind im WordPress-Slack-Channel übrigens öffentlich). Es wird jetzt in Windeseile durchgeprescht -> am 15. November soll es in den Core.

    Die meisten? Worauf stützt sich diese These? Warum (und wie) sollte eine Plugin-Idee einer Keynote mit der Community vorher diskutiert werden? Auch die Ergebnisse unseres Marketing-Channel wurden doch in kleinem Kreis vorbereitet und werden erst bald öffentlich gemacht.

    Die Zielsetzung ist ein Plan. Nichts ist in Stein gemeißelt.

    Genauso wenig, wie die Sprachwissenschaftliche Abhandlung über den Genus, inklusive der Widerlegung, dass eine andere Sprache zwangsläufig Vorteile für das weibliche Geschlecht bringt, zu finden dort->
    http://www.belleslettres.eu/artikel/genus-gendersprech.php Aber ist Grundsatzdiskussion …

    Das ist ein spannender Artikel. Die Kritik und Bedenken teile ich (siehe auch die Kommentare hier: http://toscho.de/2013/generisches-femininum-wordpress-sprachdatei/#comments )

    Und das legimitiert sie meiner Meinung nach auch nicht dazu, eine solch brisante politische Entscheidung zu treffen.

    Ich denke, dass es sie durchaus genau dazu legitimiert. Diese Änderungen könnten ja auch einzeln vorgeschlagen werden und dann müssten auch darüber entscheiden. Aber genau deshalb suche ich mit dir hier nach Argumenten, versuche technische Probleme abzuklären und gebe mir die Mühe trotz wenig Zeit hier alles zu lesen und zu beantworten.

    Die werden nicht gefragt, warum nicht?

    Weil es keine einfache technische Möglichkeit dazu gibt. Oder hast du eine?

    Eine andere Lösung existiert nicht, als Behelfszeichen (Gender-Sternchen, -Gap, binnenInnen etc.) oder Dopplungen (Benutzer und Benutzerinnen), das ist Fakt.

    Wenn du eine bessere Idee hast, bringe sie gerne ein!

    Und genau das soll mit der Gendersprache geändert werden, oder irre ich mich da?

    Und das ist keine gute Idee, weil …?

    WordPress hat nichts mit gesellschaftlicher Meinungsbildung zu tun.

    Code of conduct, Inklusion, Diversity, … ich denke WordPress hat an unzähligen Stellen deutlich “politisch” Position bezogen. Daher hinkt dein Argument. Warum nicht hier Stellung beziehen? (rhetorische Frage, ich weiß ja, dass es nicht möchtest …)

    Beste Grüße
    Torsten

    Du argumentierst mit dem Marketingchannel. Der Vergleich hinkt ja so was von. Erstens weißt du sehr genau, dass ich es in den öffentlichen Channel bringen will. Zweitens wird die Marketingbroschüre eine Option sein, und wird niemandem und schon gar nicht jedem deutschsprachigen WordPress-Nutzer aufgezwungen. Drittens (tut zwar nichts direkt zur Sache) habe ich mich daraus bis auf Weiteres verabschiedet. Ich habe keine Lust, noch mehr meiner Freizeit in ein Projekt zu stecken, das im Nachhinein mit einem Sternenhimmel versehen wird (wie unlängst mit einem Artikel passiert). Denn – ich kann mich nur wiederholen – wenn das in den Core kommt, wird alles andere dieser Regelung angepasst werden.

    Daher ist auch dein Argument nicht treffend “Diese Änderungen könnten ja auch einzeln vorgeschlagen werden und dann müssten auch darüber entscheiden.” Einzelne Änderungen müsstet ihr nach heutigem Stand nach den deutschen Rechtschreibregeln freigeben (Plug-in = Plugin ist Toleranzbereich = englisch). Außerdem: Einzelne Änderungen würden gar nicht funktionieren, ändert ihr “eine*r Autor*in” (so wie es im Plug-in steht) müsstet ihr das an jeder auftretenden Stelle machen.

    “Ich bin mir sicher, …”; “Ich denke, …”; “Ich meine, …” hebt ganz klar die Subjektivität der Äußerung hervor. Von daher ist das erkennbar eine Meinung, und nicht eine Behauptung, wie du ständig behauptest.

    Eine Behauptung ist es hingegen, ständig von einer Mehrheit, die sich mitgemeint fühlt, als Fakt zu sprechen. Den Beweis bleibt man schuldig, notfalls rudert man zurück auf die Minderheitenbenachteiligung, die es zu schützen gilt.

    Du fragst wiederholt nach meiner Antwort, was ich denke, welche Ziele mit der Änderung der Core-Übersetzung verfolgt werden. Beantworte ich das (endlich so, dass du mich verstehst), kommt deine Frage, was daran verkehrt sein soll.

    Ich schreibe von der großen Anzahl der Nutzer, die solche Veränderungen ablehnen, du reduzierst das auf meine Person.

    Und auf dieser Basis verläuft die ganze “Unterhaltung” hier. Mit anderen Worten, meine Antworten werden in grotesker (Sorry) Weise entwertet. Daher beende ich das auch hier. Argumente habe ich zur Genüge genannt. Wege, wie man die WordPress-Nutzer fragen kann, auch, siehe o2-Board.

    Meine Frage, wieso das nicht einfach ein Plug-in bleiben kann, wurde nie und nirgends beantwortet. Warum die Eile? Warum keine breit angelegte Befragung auf allen Kanälen über längere Zeit?

    Ich habe nie etwas gegen eine gleichberechtigte Sprache geschrieben. Sondern gegen das bewusste Brechen der amtlich gültigen Rechtschreibregeln argumentiert. Und auf den störungsfreien Lesefluss verwiesen, damit meine ich nicht die Geschwindigkeit, in der das gelesen wird. Die TAZ hat hierzu einmal etwas interessantes geschrieben:

    An der Sprache soll so wenig wie möglich vom Inhalt ablenken“, sagt der Spezialist. „Die Störer dagegen propagieren ein Nebenprogramm. Und das tun sie sehr monoton: „Bei jeder Geschlechternennung poppt da so ein Jack in the Box auf und hält ein Fähnchen hoch.“

    Der Störer ist ein alter linker Bekannter und ein altes linkes Problem. Man will stören. Die Störung soll aufrütteln, die Gestörten sollen sich erst wundern und dann nachdenken. Aber wenn man etwa fünf Mal auf dieselbe Weise gestört wurde, wundert man sich nicht mehr und denkt auch nicht mehr nach. Es wird einem geläufig, es nervt. Ja, ich habe begriffen, dass wir in einem System der Zweigeschlechtlichkeit eingesperrt sind.

    Das ist das zweite Problem an der Sache, vielleicht gewollt, vielleicht einfach nur (mangels Möglichkeit) nicht besser gekonnt. Auch ein Binnen-I sehe ich als “Störer”.

    Leider kann ich den obigen Beitrag ja nicht editieren/ergänzen. Ich wurde durch ein Kundengespräch abgelenkt und habe dadurch noch etwas vergessen:

    NACHTRAG:

    Ich denke, keiner von euch hat eine Antwort. Ist eine Mehrheit überhaupt notwendig? Es gibt auch einen Minderheitenschutz. So gibt es z.B. Screenreader-Texte, obwohl die Mehrheit sie gar nicht braucht.

    1.) Wer ist “euch”?
    2.) Eigentlich sind solche Antworten doch obligatorisch für diejenigen, die das Plug-in veröffentlichen? Stichwort: Überzeugungsarbeit. Aber wie ja bereits öfters zu lesen ist, gilt die Notwendigkeit als Fakt/gesetzt – wird zumindest von vorneherein so hingestellt.
    3.) Wovor wird die Minderheiten denn durch eine Gendersprache in WordPress geschützt?
    4.) Screenreader-Texte müssen jetzt also alle WordPress-Benutzer lesen?
    5.) Achtet das internationale Accessiblity-Team immer darauf, niemanden der Allgemeinheit zu benachteiligen, das geht aus genügend Diskussionen rund um vorgeschlagene Änderungen hervor.
    6.) Außerdem ist Zugänglichkeit ein Gebot, wer keinen Zugang findet, kann WordPress nicht nutzen und es ist keine angezweifelte Wissenschaft.

    Das war es von meiner Seite.

    Hallo zusammen,

    ich wollte zuerst etwas zu diesem Thema schreiben, habe mehrmals den Thread hier überflogen und so wie ich sehe hat Angelika so weit alles auf den Punkt gebracht. Ich bin Ihrer Meinung und mehr werde ich dazu hier nicht sagen.

    Grüße

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